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Diokletian

von 284 bis 305
Büste des Diokletian

Büste des Diokletian

Überwindung der Krise

Unter Kaiser Diokletian wurde die Reichskrise endlich überwunden. Er setzte zahlreiche Reformen durch und ordnete das Reich neu. Er führte das System der TetrarchieHerrschaft von vier Personen. Kaiser
Diokletian führte das System ein.
, der Viermännerherrschaft, ein. Mit seiner Machtübernahme verbindet man außerdem das Ende des Prinzipats und den Beginn der Spätantike.

Tetrarchie

Diokletian wurde um das Jahr 240 geboren. Bei seiner Ausrufung zum Kaiser stand er der kaiserlichen Leibgarde vor. Er ernannte Maximian zum Mitkaiser im westlichen Gebiet, Constantius Chlorus (im Westen) und Galerius (im Osten) zu Unterkaisern. Diese waren als Nachfolger vorgesehen. So sollte die Größe des Reiches besser beherrschbar werden. Das gelang auch zunächst gut. Es war nun möglich, die Grenzen zu mehreren Seiten zu sichern. Machtübernahmen durch andere wurden viel schwieriger. Die spätere Teilung des riesigen Reiches deutet sich hier allerdings schon an.

Reformen

Durch viele Reformen stabilisierte Diokletian das Reich. Die Verwaltung wurde gestrafft, indem die Provinzen verkleinert wurden. Dadurch wurde ihre Anzahl erhöht, die Gefahren von dort aber gemindert, weil sie besser verteidigt werden konnten. Sie wurden außerdem zu zwölf Verwaltungseinheiten zusammengefasst. Ein neues Steuersystem wurde eingeführt, das dem Reich größere Einnahmen brachte. Auch die Bürger in Italien mussten nun Steuern zahlen. Es gab eine Höchstpreisverordnung und Münzreformen. Das Heer wurde vergrößert, die einzelnen LegionDie größte Einheit der römischen Armee.
Eine Legion bestand aus 4000 bis 6000
Soldaten.
en aber verkleinert, die Reiterei gestärkt.

Unter Diokletian kam es jedoch auch noch einmal zu einer Welle der Christenverfolgung.

Rücktritt

Im Jahre 305 trat Diokletian zurück, wohl auch aus gesundheitlichen Gründen. Er war somit der erste Kaiser, der freiwillig abdankte.

Im Anschluss kam es erneut zu einem Kampf um die Herrschaft. Das Prinzip der Herrschaft von vier Männern konnte sich nicht durchsetzen. Sein Nachfolger wurde zunächst wie geplant sein Unterkaiser Galerius, im Westen dankte auch Maximian ab, dem Constantius Chlorus nachfolgte.




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