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Hatten die Wikinger schon einen König?

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So könnte ein Wikingerdorf ausgesehen haben. Fotevikens Museum in Südschweden

So könnte ein Wikingerdorf ausgesehen haben. Fotevikens Museum in Südschweden


Zunächst kannten die Wikinger keine Könige oder Kaiser. Die Römer waren ja  auf ihren Eroberungszügen nie so weit in den Norden gekommen. Auch das Christentum verbreitete sich erst sehr viel später. So lebten die meisten Menschen in kleinen bäuerlichen Siedlungen zusammen, die von einer Art Häuptling angeführt wurden. Diesem gehörte auch meist Land oder zumindest ein Großteil des Landes.

Der Häuptling führte den Stamm an

Im Laufe der Zeit setzten sich dann doch einige Familien durch und die Anführer übten sowohl im Krieg wie im Frieden die Vorherrschaft aus. Diese hatten dann als Häuptlinge oder Anführer so viel Macht wie ein König. Das waren dann so genannte Kleinkönigtümer. Das erste zentrale Königtum entstand in Dänemark. In Norwegen wird Harald Schönhaar (ca. 870 bis 940) als erster Einheitskönig genannt. Aber erst im 11. Jahrhundert waren alle skandinavischen Länder auch Königreiche

Wie wurde man Wikingerkönig?

Die meisten Forscher gehen davon aus, dass zumindest am Anfang bei den Wikingern ein Wahlkönigtum bestanden hat. Erst später entwickelte sich das Erbkönigtum, so dass der König aus einem bestimmten Herrschergeschlecht stammen musste.

Freie und Unfreie

Grabfunde lassen wieder Rückschlüsse auf die Gesellschaft der Wikinger zu. An der Spitze stand zunächst der Häuptling (später der König). Ihm folgten die Adeligen oder auch Herzöge. Dann kamen freie Männer, das konnten Bauern sein, aber auch Händler oder Handwerker. Oft dienten diese auch als Krieger.

Auf der untersten Stufe waren die Sklaven zu finden. Diese waren unfrei. Die Wikingerkrieger machten auf ihren Beutezügen oft Gefangene und brachten diese als Unfreie mit zurück. Man konnte aber auch unfrei werden, wenn man Schulden oder ein Verbrechen begangen hatte. Die Unfreien verfügten über keine Rechte und mussten meist körperlich sehr hart arbeiten.




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