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Ludwig XIV. - der Sonnenkönig

von 1643 bis 1715
Der Sonnenkönig ließ sich auch gerne zu Pferd abbilden.

Der Sonnenkönig ließ sich auch gerne zu Pferd abbilden.

Ludwig XIV. war der bedeutendste Vertreter des höfischen Absolutismus. Bekannt wurde er auch unter der Bezeichnung "Sonnenkönig". Warum hieß er wohl so? 

Als der Vater Ludwigs XIV. (1638-1715), Ludwig XIII., 1643 starb, war der kleine Ludwig mit seinen fünf Jahren noch viel zu jung, um die Aufgaben eines Königs bewältigen zu können. Zunächst kümmerte sich seine Mutter Anna von Österreich (1601-1666) um die Regierung in Frankreich. Ihr zur Seite stand ein berühmter Kardinal mit dem Namen Mazarin (1602-1661).

Zunächst regiert Kardinal Mazarin

In den ersten Jahren der Herrschaft Ludwigs XIV. übernahm also Kardinal Mazarin die Regierungsgeschäfte. 1654 wurde Ludwig zwar zum König gekrönt, aber Mazarin behielt seine Bedeutung bei. Er begleitete und beriet den König.  Als Mazarin 1661 starb, war dies gleichzeitig das Jahr, in dem Ludwig XIV. die Regierung selbstständig übernahm. "Der Staat bin ich" lautete das Motto seiner Regierung. Allerdings äußerte Ludwig diesen Satz nie selbst, man hat sehr viel später erst seine Herrschaft mit diesem Satz umschrieben. Das Amt des Premierministers löste Ludwig übrigens auf, er wollte ganz allein regieren.

Die Sonne wird das wichtigste Symbol Ludwigs

Die Sonne wählte Ludwig XIV. zu einem wichtigen Symbol seiner Regierung. Denn die Sonne war der Mittelpunkt des Sonnensystems, so wie er der Mittelpunkt Frankreichs war. So ging er auch als "Sonnenkönig" in die Geschichte ein. Sein Ziel war es, die Macht  Frankreichs auszubauen. Dazu benötigte er ein starkes Heer, für dessen Aufbau er auch sorgte.

Ludwigs Macht spiegelte sich auch in seinem prächtiges Schloss wieder, das vor den Toren von Paris entstand. Dieses Schloss trug den Namen Versailles. In dem äußerst luxuriös ausgestatteten Gebäude, das von einer prächtigen Gartenanlage umschlossen wurde, feierte der König viele Feste. Dieses Schloss wurde vielen Schlössern in ganz Europa zum Vorbild.

Es steht als Beispiel für den französischen Barock , so nannte man die damals vorherrschende Kunstrichtung. Ludwig XIV. förderte die Kunst und die Wissenschaft. Bedeutende Künstler lebten an seinem Hof. Außerdem gründete er viele Lehrstätten, die Akademien für Malerei oder Bildhauerei, aber auch für die Wissenschaften.

Auch wenn der König die wichtigen Entscheidungen traf, ganz ohne Hilfe kam auch er nicht aus. So beauftragte er einen Mann namens Jean-Baptiste Colbert als Minister für die Wirtschaft. Denn die war wegen der gewaltigen Staatsausgaben sehr wichtig für ihn. Dieser führte das System des Merkantilismus ein, das dem König möglichst viel Geld in die Kasse bringen sollte.

Ludwig XIV. führte mehrere Kriege, um seine Macht auszubauen und Frankreich zur wichtigsten Nation in ganz Europa zu machen. Seine Hauptgegner waren das Haus Habsburg, das in Österreich regierte und auch den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches stellte. Zwischen Frankreich und Österreich kam es immer wieder zu Konflikten. Um das alles zu finanzieren, mussten die Untertanen immer höhere Abgaben leisten. So wurden sie, während der König seinen Reichtum mehrte,  ärmer. Als Ludwig XIV. im Jahr 1715 starb, hinterließ er seinem Nachfolger einen Staat, der kein Geld mehr hatte. Keine 100 Jahre später war dies eine der Ursachen für eine der größten Revolutionen der Weltgeschichte: die Französische Revolution. Der Grundstein hierfür wurde schon zur Zeit Ludwigs XIV. gelegt. 




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