WERBUNG
WERBUNG
 

Sturm auf die Bastille

Jahr 1789
Der Sturm auf die Bastille auf einem Gemälde von 1789

Der Sturm auf die Bastille auf einem Gemälde von 1789

Oft wird der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 als der eigentliche Beginn der Französischen Revolution gesehen. Aber was war das eigentlich?

Die Lage der Nation

Zwar hatte sich eine Nationalversammlung gebildet, die am 9. Juli mit ihrer Arbeit begonnen hatte. Sie wollte eine VerfassungEine Verfassung regelt den Aufbau eines
Staates, sie bildet die Grundlage des
Staates.
ausarbeiten. Doch das Volk war damit nicht zufrieden. Man war sich nicht sicher, ob der König nicht heimlich Soldaten versammeln würde, um seine Macht wieder herzustellen. Die wirtschaftliche Not der Bürger, vor allem in Paris, war mit der Nationalversammlung auch nicht beseitigt. Man litt Hunger und es fehlte an Arbeit.

Die Wut der Menschen

Als dann auch noch die Nachricht die Runde machte, dass der beim Volk beliebte Finanzminister Jacques Necker vom König entlassen worden war, entlud sich die Wut der Bevölkerung im Sturm auf die Bastille. Die Bastille war ein Gefängnis mitten in Paris. Es war ein Symbol für die Willkürherrschaft des Königs.

Die Erstürmung

Wütende Menschen besorgten sich Waffen und stürmten nun zur Bastille, um die dort lagernde Munition an sich zu bringen. Doch der Kommandant des Gefängnisses ließ auf die Menge schießen. 90 Menschen starben. Die Aufständischen besorgten sich bessere Waffen, darunter auch Kanonen, und kehrten zurück. Einige Soldaten des Königs liefen sogar zu den Aufständischen über. Nun gab die Wachmannschaft auf und die Menge erstürmte die Bastille. Man befreite die (nur noch wenigen) Gefangenen.

Die ersten adligen Opfer der Revolution

Der Kommandant wurde auf dem Weg zum Rathaus geköpft, genauso wie einer seiner Wachsoldaten und der Vorsteher der Pariser Kaufmannschaft, der dem Kommandanten helfen wollte. Ihre Köpfe trug man auf Heugabeln und unter dem Jubel des Volks zum Rathaus. Die Revolution hatte ihre ersten adligen Opfer gefunden.

Folgen des Sturms

Unter dem General La Fayette wurde eine Nationalgarde aufgestellt. Ihre Männer sollten der Nationalversammlung ergeben sein. Außerdem setzte man den königlichen Gouverneur von Paris ab. An seine Stelle trat  ein Generalrat aus mehreren Personen.

Der Sturm auf die Bastille wurde - obwohl nur wenige Gefangene befreit worden waren  - zum einschneidenden Ereignis verklärt. Der erste Sieg über eine Befestigung der Willkürherrschaft wurde zu einem bedeutenden Symbol.

Der 14. Juli ist bis heute der Nationalfeiertag der Franzosen. Mehr dazu erklärt dir Hanisauland.




WERBUNG