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Der Kulturkampf

von 1871 bis 1875
Papst Leo XIII. und Reichskanzler Otto von Bismarck fordern sich gegenseitig zum Fußkuss auf. Diese Karikatur beschrieb den Machtkampf zwischen Bismarck und der Kirche, vertreten durch den Papst.

Papst Leo XIII. und Reichskanzler Otto von Bismarck fordern sich gegenseitig zum Fußkuss auf. Diese KarikaturEine Karikatur ist eine komische
Beschreibung von Menschen, aber auch von
Zuständen in der Gesellschaft.
beschrieb den Machtkampf zwischen Bismarck und der Kirche, vertreten durch den Papst.

Das so genannte Unfehlbarkeitsdogma des Papstes aus dem Jahr 1870 führte zum Kulturkampf. Der Papst hatte in diesem DogmaUnumstößliches Gesetz. erklärt, dass er im Namen aller Christen bestimmte Entscheidungen als endgültig entschieden treffen darf. Niemand sollte sie in Frage stellen. Bismarck gefiel dieser Machtanspruch des Papstes so gar nicht. Er wandte sich gegen den Einfluss der katholischen Kirche auf den Staat. Der Kampf richtete sich auch gegen die katholische Zentrumspartei.

Gesetze gegen die Kirche

Verschiedene Gesetze wie Kanzelparagraph (1871), Schulaufsichtsgesetz (1872) und Verbot des JesuitenDie Jesuiten waren ein katholischer Orden,
die sich besonders dem Papst verpflichtet
fühlten. Der Orden wurde von Ignatius von
Loyola im Jahr 1534 gegründet.
ordens, Maigesetze (1873/74) mit Vorschriften des Staates bezüglich der Ausbildung von Geistlichen und die Einführung der Zivilehe, die vor dem Standesamt geschlossen werden musste (1874/1875), schränkten den Einfluss der katholischen Kirche ein.

Widerstand der Kirche

Als diese Reformen zum Widerstand der Kirche führten, wurde Bismarck am Ende doch zum Nachgeben gezwungen und hob einen großen Teil der Gesetze wieder auf. Staatliche Schulaufsicht und Zivilehe blieben allerdings erhalten.




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