Was war die Mayflower?

    Eine Maiblume sticht in See

    "Mayflower" bedeutet Maiblume. So hieß ein englisches Segelschiff. Es stach im September 1620 im englischen Ort Plymouth in See. Einhundert Menschen waren an Bord, die sogenannten Pilgerväter. Sie brachen von England aus auf, um in Amerika ein neues Leben zu beginnen.

    Die Mayflower war ursprünglich ein Schiff für den Warentransport.  Man beförderte vor allem Wein auf ihr, und zwar von Frankreich nach England. Das Schiff war 28 Meter lang und neun Meter breit. 1619 ließ der Kaufmann Thomas Weston Kabinen in das Segelschiff einbauen. So wurde sie vorbereitet für die Überfahrt. 31 Mann Besatzung waren ebenfalls an Bord.

    Ankunft der "Mayflower"

    Im November 1620 erreichte das Schiff die Halbinsel Cape Cod an der amerikanischen Küste. Ihr eigentliches Ziel weiter südlich fanden die Siedler nicht. So überwinterte man auf dem Schiff in einem natürlichen Hafen (beim heutigen Provincetown) auf Cape Cod.

    Fast die Hälfte der zukünftigen Siedler starb in diesem Winter an Krankheiten wie Lungenentzündung und Tuberkulose. Erst im März 1621 wurde dann die neue Kolonie gegründet, und zwar gegenüber von Cape Cod auf dem Festland. Nach ihrem Heimathafen in England wurde die neue Kolonie Plymouth genannt.

    Rückkehr

    Die "Mayflower" segelte im April 1621 zurück nach England. Sie spielt eine bedeutende Rolle in der amerikanischen Geschichte. Zwar gründeten die Pilgerväter nicht die erste britische Kolonie in Amerika - die waren auf Roanoke Island und in Jamestown - doch wohl die bekannteste. Viele Amerikaner versuchen, ihre Abstammung auf einen Passagier der "Mayflower" zurückzuführen.

    Man baute die "Mayflower" in England nach und segelte 1957 noch einmal über den Atlantik. Im Hafen von Plymouth (Massachussetts) kann dieser Nachbau heute besichtigt werden.