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Napoleon III. - Kaiser der Franzosen

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Napoleon III. in all seiner Pracht. Auch er sah aus wie ein absolutistischer Herrscher, obwohl er sein Kaisertum durch eine Wahl absegnen ließ.

Napoleon III. in all seiner Pracht. Auch er sah aus wie ein absolutistischer Herrscher, obwohl er sein Kaisertum durch eine Wahl absegnen ließ.


Otto von Bismarck und Napoleon III. nach der Schlacht von Sedan. Der Kaiser wurde gefangenen genommen, aber wieder frei gelassen. Er spielte keine politische Rolle mehr.

Otto von Bismarck und Napoleon III. nach der Schlacht von Sedan. Der Kaiser wurde gefangenen genommen, aber wieder frei gelassen. Er spielte keine politische Rolle mehr.


Napoleons Neffe

Charles Louis Napoleon Bonaparte wurde 1808 als Sohn von Louis Bonaparte und Hortense de Beauharnais geboren. Sein Vater war der Bruder Napoleons und somit war er Napoleons Neffe. Ab 1817 lebte Napoleon gemeinsam mit seiner Mutter im deutschen Ausland, da er aus Frankreich ausgewiesen worden war. Mutter und Sohn gingen in die Schweiz und nach Italien. Als der Sohn Napoleons I. starb, sah Charles Louis sich selbst als Nachfolger seines Onkels und strebte den Kaisertitel an. Zweimal versuchte er sogar, einen StaatsstreichGewaltsamer Sturz einer Regierung und
Übernahme der Macht. Mann nennt dies
manchmal auch "Putsch".
zu beginnen, scheiterte aber beide Male und musste mehrere Jahre in Haft.

Ein StaatsstreichGewaltsamer Sturz einer Regierung und
Übernahme der Macht. Mann nennt dies
manchmal auch "Putsch".
verhalf ihm zur Macht

Doch die Revolution von 1848 verhalf ihm zur Macht. So wählte man ihn zunächst in die französische Nationalversammlung und erhob ihn sogar zum Präsidenten. Er wurde aufgrund seiner politischen Ideen wohl von verschiedenen Kreisen sehr geschätzt und kämpfte auch für die Rechte der Arbeiter. Durchaus ungewöhnlich für einen, der sich Kaiser nennen wollte. Doch an die Macht kam er letztlich dann doch durch einen StaatsstreichGewaltsamer Sturz einer Regierung und
Übernahme der Macht. Mann nennt dies
manchmal auch "Putsch".
. Diesem StaatsstreichGewaltsamer Sturz einer Regierung und
Übernahme der Macht. Mann nennt dies
manchmal auch "Putsch".
von 1851 folgte allerdings eine Wahl, so dass er seine Macht auf eine gesetzliche Grundlage stellen ließ. Immerhin! Das hatten die absolutistischen Herrscher vor ihm nicht getan.

So wurde aus ihm 1852 Kaiser Napoleon III. Die ersten Jahre seiner Herrschaft verliefen durchaus erfolgreich, sowohl innen- wie auch außenpolitisch. Da er Piemont-Sardinien gegen Österreich unterstützte, half er - wenn auch nicht beabsichtigt - bei der Einigung Italiens mit.

Napoleon III. und die deutsche Einheit

Doch das Glück währte nicht lange. Seine Unterstützung durch die Bevölkerung sank. Und wie so oft, wenn ein Herrscher innenpolitisch nicht erfolgreich ist, sucht er seine Bestätigung in der Außenpolitik. So kam es dazu, dass Napoleon III. gegenüber Preußen und seinem Kanzler Otto von Bismarck fordernd auftrat.

Die Emser Depesche

So war er es auch, der die Emser Depesche letztlich zum Anlass nahm, dem Norddeutschen Bund den Krieg zu erklären. Der dadurch ausgelöste deutsch-französische Krieg von 1870/71 führte schließlich zur Niederlage Frankreichs und ebnete den Weg zur deutschen Reichseinigung. Nach der Schlacht von Sedan wurde Napoleon III. am 2. September 1870 sogar gefangen genommen.

In Frankreich rief man die Dritte RepublikEine Staatsform, in der das Volk das
Staatsoberhaupt wählt. Es gibt in der
Republik keinen König oder Kaiser.
aus, der Kaiser wurde abgesetzt. Man ließ ihn wieder frei und er ging ins Exil nach England, wo er im Jahr 1873 starb.

Wie es in Frankreich Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts weiterging, erfährst du bei den Zeitklicks unter Frankreich: die Dritte RepublikEine Staatsform, in der das Volk das
Staatsoberhaupt wählt. Es gibt in der
Republik keinen König oder Kaiser.
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