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Was war das Risorgimento?

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Italien nach dem Wiener Kongress 1815

Italien nach dem Wiener Kongress 1815


König Viktor Emanuel II. war König von Piemont-Sardinien und ab 1861 des geeinigten Italiens. Er änderte seinen Namen allerdings nicht.

König Viktor Emanuel II. war König von Piemont-Sardinien und ab 1861 des geeinigten Italiens. Er änderte seinen Namen allerdings nicht.


Der Graf von Cavour

Der Graf von Cavour


Giuseppe Garibaldi

Giuseppe Garibaldi


Italien wurde in drei Phasen zu einem Nationalstaat.
Die wichtigsten Personen, die zur Einigung beitrugen, waren Camillo Cavour (1810-1861), der Ministerpräsident von Piemont-Sardinien, und Giuseppe Garibaldi (1807-1882), ein ehemaliger Offizier und Freiheitskämpfer.

Situation nach dem Wiener Kongress 1814/15

Bis zum Wiener Kongress 1814/15 war Italien - ähnlich wie Deutschland - in viele kleine Fürstentümer aufgesplittert. Das kannst du gut auf der nebenstehenden Karte sehen. Doch die Menschen wünschten sich ein geeintes Italien. Viele Gebiete gehörten zu Frankreich und zu Österreich. Beide Staaten lagen ständig im Streit darum, wem nun welches Gebiet gehörte.

Il Risorgimento?

Eine wichtige Rolle bei der Einigung Italiens spielte Graf Cavour, der Ministerpräsident des Königreiches Piemont-Sardinien. Er dachte liberal und wünschte einen italienischen Einheitsstaat unter der Führung Sardiniens. Die Zeitschrift "Il Risorgimento", auf Deutsch "die Wiederauferstehung", gab der italienischen Einheitsbewegung ihren Namen.

Die Rolle Piemont-Sardiniens

Cavour wurde von seinem König Viktor Emanuel II., seit 1849 Herrscher über das Königreich Piemont-Sardinien, unterstützt. Auch er wünschte sich ein geeintes Italien. Doch beiden war klar, alleine würde es Italien nicht schaffen, man benötigte Unterstützung von außen. So setzten sie Hoffnungen vor allem auf den französischen Kaiser Napoleon III., den Cavour  während des Krimkrieges unterstützte. Doch alles hatte seinen Preis, Napoleon III. ließ sich die Hilfe bezahlen und Savoyen und Nizza gingen an Frankreich.

Garibaldi und Sizilien

Alles war vorbereitet auf einen Einheitsstaat, der schließlich auch im Jahr 1861 entstand - also zehn Jahre vor der Gründung des Deutschen Reiches. Allerdings war Italien am Ende keine RepublikEine Staatsform, in der das Volk das
Staatsoberhaupt wählt. Es gibt in der
Republik keinen König oder Kaiser.
, wie es sich die Revolutionäre von 1848 gewünscht hatten, sondern eine konstitutionelle MonarchieDie Staatsgewalt liegt in den Händen
einer Person. Das konnte ein König, ein
Kaiser oder auch ein Pharao sein.
Gegensatz zur Republik.
mit einem König an der Spitze. Doch eine weitere Person sollte bei Einigung Italiens eine wichtige Rolle spielen: Guiseppe Garibaldi vertrieb 1861 die BourbonenEin Herrschergeschlecht in Frankreich.
Auch König Ludwig XIV war Bourbone. Der
letzte Bourbonenherrscher war Karl X.
, die dort herrschten, mit seinen Männern aus Sizilien. Das Königreich beider Sizilien verband sich auf Wunsch der sizilianischen Bevölkerung mit Sardinien-Piemont. Am 17. März 1861 wurde Viktor Emanuel zum König von Italien ausgerufen.

Doch sollte weiterhin der Wunsch bestehen, Gebiete, in denen die Bevölkerung ebenfalls Italienisch sprach - wie zum Beispiel Südtirol - Italien anzuschließen. Das Nationalbewusstsein und seine Steigerung der Nationalismus wuchsen gegen Ende des 19. Jahrhunderts weiter an.

Und der Rest?

Doch zu diesem Zeitpunkt gehörten weder Venetien noch der Kirchenstaat zu Italien, die Einheit war also noch nicht vollständig. Venetien konnte nach dem Krieg zwischen Preußen und Österreich, dem deutschen Krieg 1866, Italien angeschlossen werden. Und der Kirchenstaat? Um diesen entbrannte ein heftiger Kampf, denn der Papst und der Kirchenstaat wurden vom französischen König beschützt. Doch während des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 nutzte Italien die Gunst der Stunde und eroberte auch den Kirchenstaat. Rom wurde die neue Hauptstadt Italiens.

Wie es in Italien weiterging, erfährst du bei den Zeitklicks.




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