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Was hat Haydn mit der deutschen Nationalmannschaft zu tun?

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Ein Portrait von Joseph Haydn aus dem Jahr 1791.

Ein Portrait von Joseph Haydn aus dem Jahr 1791.


Im Stephansdom sang der junge Joseph Haydn im Chor.

Im Stephansdom sang der junge Joseph Haydn im Chor.


Auf Schloss Esterházy verbrachte Haydn eine lange Zeit von 30 Jahren.

Auf Schloss Esterházy verbrachte Haydn eine lange Zeit von 30 Jahren.


Joseph Haydn (1732-1809) kennst du vielleicht nicht, aber du kennst sicher ein Werk von ihm, das zu seinem berühmtesten wurde. Haydn hat die Melodie der deutschen Nationalhymne [Klicke auf den Link, dann kannst du die Melodie hören] geschaffen, die heute bei jedem Spiel der Nationalmannschaft gespielt wird. Wenn du Fußballfan bist, hast du das sicher schon gehört.

"Gott erhalte Franz den Kaiser!"

Doch zur Lebenszeit von Joseph Haydn im 18. Jahrhundert  gab es ja noch kein Deutschland wie heute, sondern nur das Heilige Römische Reich deutscher Nation und der Kaiser war ein gewisser Franz I. aus Österreich und für den hat Haydn auch das Lied geschrieben. Damals hieß es übrigens "Gott erhalte Franz, den Kaiser".

Frühes Talent

Joseph Haydn wurde 1732 in Niederösterreich geboren. Haydns musikalisches Talent stellte sich sehr früh heraus. Schon mit sechs Jahren wurde der kleine Haydn Chorsänger und erhielt dort eine Ausbildung als Sänger. Hier wurde er auch vom musikalischen Direktor des Stephansdoms in Wien entdeckt. Dieser reiste nämlich immer mal wieder durch die Lande, um nach talentierten Kindern mit guter Singstimme Ausschau zu halten. So nahm er den talentierten kleinen Joseph gleich mit nach Wien. So nebenbei erhielt Haydn dann auch noch weiteren Musikunterricht und lernte Klavier und Geige spielen.

Mit 17 Jahren passte seine mittlerweile zu tiefe Stimme nicht mehr in einen Knabenchor und es begannen Jahre  mit wechselnden Tätigkeiten als Klavierlehrer, als Kammerdiener, aber auch schon als Komponist.

Die Familie Esterházy liebte Musik

Haydn erhielt schließlich eine wichtige Stelle als Vizekapellmeister bei einer der angesehensten und reichsten Familien im Heiligen Römischen Reich, der Familie Esterházy. Viele wichtige Werke entstanden in dieser Zeit. Haydn begegnete auch Wolfgang Amadeus Mozart, ebenfalls einem wichtigen Musiker und Komponisten seiner Zeit. Nach 30 Jahren musste Haydn die Familie Esterházy verlassen und ging nach Wien. Eine gewisse Zeit verbrachte Haydn übrigens auch in London. Dort war er ein gefeierter und bekannter Musiker und lernte einen weiteren bekannten Komponisten seiner Zeit kennen, Georg Friedrich Händel, der sich ebenfalls in London aufhielt.  Überhaupt hat Haydn schon zu Lebzeiten eine große Berühmtheit erlangt, was ja nicht jedem Musiker gelungen ist.

Den Schalk im Nacken

Joseph Haydn hat nicht nur die melodische Vorlage für die deutsche Nationalhymne geschrieben, sondern auch 104 SinfonieEine Sinfonie ist ein großes
Instrumentalwerk, das von einem
Orchester gespielt wird.
n, Klaviermusik, Kammermusik, aber auch Opern und viele Lieder. Man erzählt sich, dass er ein humorvoller und verträglicher Mensch gewesen ist, dem auch ein gewisser Schalk im Nacken saß. Hübsch war er wohl nicht, denn als Kind hatte er die Pocken und so war sein ganzes Gesicht mit Narben übersät. Die Portraits, die du von ihm siehst, sind wahrscheinlich etwas geschmeichelt.

Hörbeispiel:

Und mit diesem Link kannst du mal in eine Haydn-Sinfonie hineinhören. Du hörst einen Ausschnitt aus der SinfonieEine Sinfonie ist ein großes
Instrumentalwerk, das von einem
Orchester gespielt wird.
Nr. 101 D-Dur,
die  Joseph Haydn im Jahr 1794 komponiert hat. Das Werk gehört zu den berühmten "Londoner SinfonieEine Sinfonie ist ein großes
Instrumentalwerk, das von einem
Orchester gespielt wird.
n"
und ist auch unter der Bezeichnung "Die Uhr" bekannt.

Datei aus wikipedia commons, (CC BY-SA 3.0)  Quelle: SWINTI GmbH Moutier/Schweiz




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