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Wie hieß der erste Jugendroman?

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Daniel Defoe hieß der Autor, der den Robinson Crusoe 1719 verfasst hat.

Daniel Defoe hieß der Autor, der den Robinson Crusoe 1719 verfasst hat.


Eine Illustration mit Robinson und Freitag aus einer älteren Ausgabe.

Eine Illustration mit Robinson und Freitag aus einer älteren Ausgabe.


Sogar Comics machten die Abenteuer von Robinson zum Thema.

Sogar Comics machten die Abenteuer von Robinson zum Thema.


Der im Jahr 1719 erschienene Roman des Autors Daniel Defoe (1660-1731) gilt als erster realistischer Roman der Weltliteratur. Realistisch bedeutet so viel wie "sehr nah an der Wirklichkeit".

Robinson hatte ein wirkliches Vorbild

Der Held des Romans von Daniel Defoe besaß ein reales Vorbild, und zwar den Matrosen Alexander Selkirk, der auf einer einsamen Insel vier Jahre überleben konnte und 1709 in seine Heimat Schottland zurückkehrte. Wenige Jahre später veröffentlichte Daniel Defoe einen Roman mit dem langen Titel "Das Leben und die fremdartigen, wunderbaren Schicksale Robinson Crusoes, eines Matrosen aus York".

Um was ging es?

Nach einigen Irrungen und Wirrungen, zu dem auch ein Seeunglück zählt, landet ein junger Mann auf einer menschenleeren und einsamen Insel an der Küste Südamerikas. Dort muss er irgendwie überleben. Dies gelingt ihm auch, indem er sich viele nützliche Dinge zum Überleben bastelt. Er wird immer erfinderischer, geht auf die Jagd, beginnt Ziegen zu züchten und Gemüse anzubauen. Damit kann er seine Ernährung sichern. Nachdem er auch noch einen Eingeborenen rettet, findet er in ihm einen Freund und muss nicht mehr einsam und allein leben. Diesen Eingeboren nennt er Freitag. Robinson gibt die Hoffnung auf Rettung nie auf und nach 28 Jahren auf der Insel bringt ihn ein Schiff nach England, in seine Heimat, zurück.

Was ist ein Bildungsroman?

Die ganze Geschichte um Robinson und seine Abenteuer wurden wie eine Autobiographie erzählt. Das heißt, der Erzähler erzählt  in Ich-Form von seinen Erlebnissen. So entstand der Eindruck, er hätte es selbst erlebt. Das ist oft ein Kniff, um Themen anschaulicher und auch spannender darzustellen. Robinson Crusoe ist aber nicht nur ein Abenteuerroman, sondern auch ein so genannter Bildungsroman. In solchen Romanen ging es den Autoren darum, dass die Leser durch das Lesen eine Lehre aus dem Roman ziehen und etwas fürs Leben lernen, sich also bildeten. 

Aus dem "Erwachsenenbuch" wurde ein Jugendbuch

Die Abenteuer von Robinson gingen übrigens noch weiter, Daniel Defoe hat noch zwei weitere Teile über das Leben von Robinson Crusoe verfasst. Denn dessen Geschichte endete mit seiner Rückkehr nach England noch nicht.

Das Buch, das Daniel Defoe geschrieben hat, eignete sich gar nicht so sehr für Kinder. Allerdings hat ein Lehrer namanes Joachim Heimrich Campe schon im Jahr 1779 das Buch für junge Leser quasi umgeschrieben, so dass es eben auch für Kinder und Jugendliche spannend und lesbar wurde. So wurde Robinson Crusoe auch zu einem der ersten Jugendbücher überhaupt.

Mittlerweile gibt es viele Kinderbücher, die Robinson und seine spannenden Abenteuer zum Thema haben, schau doch einmal hier bei den Buchtipps.




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