WERBUNG
WERBUNG
 

Wer waren die ersten Künstler?

WERBUNG
Höhlenmalereien aus Lascaux: Hirsche

Höhlenmalereien aus Lascaux: Hirsche


Ein Bison in der Höhle von Altamira

Ein Bison in der Höhle von Altamira


Handabdruck aus der Höhle Pech Merle

Handabdruck aus der Höhle Pech Merle


Solche Gefäße nutzten die Steinzeitmenschen, um Licht in die Höhlen zu bringen. Diese wurde in der Höhle von Lascaux gefunden.

Solche Gefäße nutzten die Steinzeitmenschen, um Licht in die Höhlen zu bringen. Diese wurde in der Höhle von Lascaux gefunden.


Kunst in der Steinzeit: Höhlenmalereien

Höhlenmalereien und kleine Figuren sind die ältesten uns bekannten Kunstwerke. Sie stammen aus dem letzten Abschnitt der Altsteinzeit. Die ältesten Höhlenmalereien sind 30.000 Jahre alt, die ältesten Schnitzereien 38.000 Jahre. Offenbar waren es Menschen der Art Homo sapiens, die da am Werk waren.

Vermutlich hing das Malen und Schnitzen mit Kulten und Riten zusammen. Vielleicht wollte man das Jagdglück beschwören? Denn die Höhlenmalereien zeigen häufig Jagdtiere wie das Mammut. Auch die Figürchen, die z.B. aus Elfenbein gefertigt wurden, stellen solche Tiere dar. Außerdem gibt es Figuren in Frauenform. Sollten sie die Fruchtbarkeit der Frauen beschwören? Denn zum Überleben der Sippe waren viele Kinder notwendig. Genau werden wir das aber wohl nie wissen.

Wer sich da künstlerisch betätigte, wissen wir ebenfalls nicht. Da die Werke aber von großen Fähigkeiten zeugen - so großen, dass man die ersten gefundenen Malereien für Fälschungen aus der Neuzeit hielt - wird wohl nicht jeder dort herumgemalt haben. Sicher waren die Künstler hoch angesehen und hatten eine besondere Stellung inne. Vielleicht waren es SchamaneIn vielen Kulturen waren Schamanen
Heilkundige, Priester und Zauberer in
einer Person. Man glaubte, dass die
Schamanen die Geister anrufen könnten
und den Menschen somit  helfen, zum
Beispiel Krankheiten zu heilen.
n. Das sind Menschen, die nach dem Glauben des Volkes in Kontakt zur Geisterwelt treten, die sich als Medizinmänner oder Zauberer betätigen.

Zum Malen benutzte man Holzkohle für Schwarz und Ockerfarben für Braun und Rot-Töne. Das sind Erdfarben, die man zerrieb. Sie wurden mit Wasser vermischt und konnten so auf die Fläche aufgetragen werden. Gemalt wurde mit dem Finger oder vielleicht auch mit Pinseln aus Zweigen oder Fellbüscheln. Manchmal nahm man die Farbe in den Mund und versprühte sie mit Hilfe von einem Blasrohr. So entstanden viele Handabdrücke, die man auch in den Höhlen gefunden hat.

Weil es in den Höhlen ja dunkel war, wurde Licht benötigt. Die Menschen benutzten ein mit Fett gefülltes Gefäß, in den ein Docht aus Tierdarm gehängt wurde. Viele solcher flachen Steingefäße mit einer Vertiefung hat man in den Höhlen gefunden.

Die letzten uns bekannten Kunstwerke aus der Steinzeit sind 10.000 Jahre alt. Warum wurde dann nicht mehr in Höhlen gemalt? Man vermutet, dass das mit dem Ende der Eiszeit zusammenhängt. Die großen Herden starben aus, das Jagdverhalten änderte sich, Wälder wuchsen. Vielleicht glaubte man einfach nicht mehr an die Beschwörung des Jagdglücks?




WERBUNG