Zeitstrahl

    Die Hunnen reiten nach Westen

    375

    Der Auslöser der Völkerwanderung

    Im Jahre 375 n. Chr. überschritten hunnische Reiterscharen auf ihrem Weg nach Westen den Don, einen Fluss, der etwa 150 Kilometer südlich vom heutigen Moskau fließt. Die Hunnen machten sich wohl auf den Weg Richtung Westen, um neue Siedlungsräume zu suchen. Lange Zeit rätselten die Forscher, was die Hunnen dazu veranlasst hatte, ihre Steppengebiete in Zentralasien zu verlassen. Heute nimmt man an, dass sie keine Nahrung mehr fanden, da sich das Klima veränderte.

    Aufnahme der Westgoten 

    Ebenfalls 375 besiegten die Hunnen den Herrscher der Greutungen mit dem Namen Ermanerich und vernichteten dessen Reich, das auf dem Gebiet des heutigen Weißrussland lag. Diese "Greutungen" nannte man später "Ostgoten". Ein Jahr später mussten sich die Westgoten geschlagen geben. Der römische Kaiser Valens  nahm die Westgoten als so genannte "Föderaten", das sind Bundesgenossen, in sein Reich auf.

    Dies ist ein gutes Beispiel für die Gründung einer germanischen Herrschaft auf römischem Boden. 

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