Wer waren die Olmeken?

    Wo lebten die Olmeken?

    Die Olmeken lebten in einem Gebiet an der heutigen mexikanischen Golfküste. Ihre Kultur erlebte ihre Blüte in der Zeit zwischen 1200 und 400 v. Chr. Bisher hat man vier Zentren entdeckt. San Lorenzo erlebte als erster Ort seine Blüte. Nach seiner Zerstörung wurde La Venta der Mittelpunkt. Nach diesem Ort wird die Kultur manchmal auch La-Venta-Kultur genannt. Außerdem hat man noch Tres Zapotes (Drei Kaugummibäume) und Cerro de las Mesas (Hügel der Tische) gefunden.

    Die Olmeken nannten sich selber nicht so. Das Wort ist Aztekisch (Nahuatl). Die Azteken nannten nämlich das Volk, das lange vor ihnen lebte, so. Es bedeutet "Volk aus dem Kautschukland". Tatsächlich wächst am mexikanischen Golf der Kautschukbaum. Aus ihm gewinnt man einen Milchsaft, den man zu Gummi verarbeiten kann. Auch aus dem Sapote oder Breiapfelbaum macht man Naturgummi. Der Sapote wird auch Kaugummibaum genannt.

    Die Olmeken lebten in einer Region, in der es an Nahrung und Rohstoffen nicht mangelte. Das Land an den Flüssen wurde von dem nahrhaften Uferschlamm überschwemmt, sodass zwei Ernten im Jahr möglich waren. Dieser Überfluss machte die Entwicklung einer komplexen Gesellschaft erst möglich. Wenige Bauern konnten viele Menschen versorgen. Diese konnten dann zum Beispiel die Riesenköpfe aus Stein meißeln, wunderschönen Schmuck aus Jade herstellen oder als Priester über das Volk herrschen.

    Neben den Kolossalköpfen ist typisch für die Olmeken, dass ihre Statuen einen gespaltenen Kopf besitzen. Oben an der Stirn ist ein Einschnitt. Wie in den anderen mesoamerikanischen Kulturen spielten auch die Olmeken mit dem Ball. Man fand in La Venta sieben Bälle, manche so groß wie ein Tennisball, andere so groß wie ein Basketball.