Wer war Marco Polo?

    Marco Polo (geb. 1254 - 1323) wurde am 15. September 1254 in Venedig geboren und war der Sohn des Kaufmanns Niccolò Polo. Manche Forscher meinen auch, er sei auf der Insel Korcula geboren, eine Insel, die vor der dalmatinischen Küste, dem heutigen Kroatien liegt, und damals zu Venetien gehörte. Aber so ganz genau weiß man es eben nicht.

    Sein Vater Niccolò Polo war Händler, der zwischen West und Ost pendelte und vornehmlich Seide und edle Gewürze tauschte.

    1271 brach Marco Polo gemeinsam mit seinem Vater Niccolò und seinem Onkel Maffeo Polo nach China auf. Sie reisten über Akko (das heutige Israel), das Zweistromland, durch Persien, bis sie nach Zentralasien kamen. Sie durchquerten die Wüste Gobi, was zur damaligen Zeit eine ziemliche abenteuerliche Unternehmung gewesen ist. Schon damals mussten sie ziemliche Strapazen auf sich nehmenn. Schließlich gelangten sie zur chinesischen Stadt Shangtu, die ein wichtiger Handelsmittelpunkt war. Hier fanden sich viele Händler ein, um ihre Waren zu tauschen. 

    Marco trifft Kublai Khan

    Hier traf Marco Polo den berühmten Kublai Khan (geb. 1215 - 1294), den Enkel Dschingis Khans. Dschingis Khan - sein Großvater - war ein sehr bekannter Mongolenherrscher. Die Reise der Polos hatte mehr als drei Jahre gedauert, weil Marco Polo zwischendurch erkrankte. Sie ritten zu Pferde und ihr Gepäck wurde von Eseln und Kamelen getragen. 8000 Kilometer galt es zu überwinden. Das war für die damalige Zeit eine ganz schon große Distanz. 

    Der junge Marco soll das Vertrauen des Großkhans gewonnen haben, der ihn zu seinem persönlichen Vertrauten und Beobachter machte. Marco erlebte eine fremde Welt: der beeindruckende Palast des Kublai Khan brachte ihn ins Staunen.

    Er lernte viele Teile des riesigen Mongolenreiches kennen und kam auch nach Beijing (Peking). Diese Hauptstadt hatte es ihm besonders angetan. Waren die quadratische Anlage, die geraden Straßen und die gewaltige Stadtmauer doch bemerkenswert. 

    So lernte Marco Polo ein Land und Menschen kennen, die in ihrer Entwicklung sogar einer der am weitesten entwickelten Städte Europas, seiner Heimatstadt Venedig, in vielen Punkten überlegen waren.