Zeitstrahl

    Marco Polo auf Reise in China

    von 1271 bis 1295

    Marco Polo beim Großkhan

    Marco Polos Reise durch China und sein Aufenthalt beim Großkhan dauerte insgesamt 25 Jahre. Die Polos reisten durch Armenien, den Kaukasus, Persien, Usbekistan. Vater, Sohn und Onkel zogen weiter durch das Pamirgebirge mit Gipfeln von 6000 bis 7000 Metern Höhe. Sie durchquerten die gefährliche Wüste Takla Makan, bis sie schließlich in Shangtu (Xanadu), der Sommerresidenz des Großkhans, ankamen.

    17 Jahre als Verwalter des Großkhans

    Dort wurde Marco Polo angeblich Vertrauter des Großkahns. Man schickte ihn über 17 Jahre quer durch China und so manches weiter Land. So erzählt Marco Polo später von Korea und Sibirien, von Burma und Bengalen, Armenien und Tibet, Indien und sogar von Japan. Wobei es sehr unwahrscheinlich ist, dass Marco Polo je bis Japan gekommen ist, die Mongolen hatten Japan nie erobern können.

    Nach 17 Jahren wünschten die Polos sich wieder nach Hause.  Doch nur durch Glück gelang ihnen der Abschied vom Großkhan. Mit dem Auftrag, eine mongolische Prinzessin auf ihrem Weg zu ihrem persischen Bräutigam zu begleiten, gelang ihnen schließlich die Rückreise. Diese erfolgte zum Teil dann auf dem Seeweg. Auf der Karte siehst du die Reise der Familie Polo.

    1295 kamen Vater, Onkel und Sohn Polo wieder in Venedig an, wo sie zunächst niemand wieder erkennen wollte. Waren sie doch 24 Jahre fort gewesen.

    Manche Historiker bezweifeln übrigens, dass Marco Polo überhaupt in China gewesen sei. Denn in seinem berühmten Buch, in dem er über die Reise nach China berichtete, fehlen so einige wichtige Punkte. So wird zum Beispiel die Teezeremonie nicht erwähnt, auch nicht die chinesische Schrift oder gar die chinesische Mauer, die damals schon beeindruckend gewesen ist. Auch gibt es wohl keine bekannten chinesischen Quellen, die ihrerseits über den in Europa so bekannten Marco Polo berichten. Mehr darüber erfährst du im Artikel War Marco Polo überhaupt in China?

     

    Entdecker entdecken