Zeitstrahl

    Nebukadnezar II.

    597 v. Chr.

    Nebukadnezar II. verschleppt die Israeliten

    Im Jahre 597 v. Chr. besiegte Nebukadnezar II. die Ägypter in der Schlacht bei Karkemisch (heutiges Syrien) und zerstörte Jerusalem, das zu Ägypten gehörte. Bekannt ist aus dieser Zeit, dass ein großer Teil der Bevölkerung nach Babylonien verschleppt wurde. Man nennt dies dieBabylonische Gefangenschaft der Israeliten. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung blieb zurück, um weiter die Felder zu bestellen.

    In Babylonien lebten neben den Israeliten auch Assyrer, Ägypter, Syrer und Iraner, die dem Land zu wirtschaftlicher Blüte verhalfen. Die Israeliten wurden auch nicht als Gefangene gehalten, sondern siedelten sich in den Dörfern an und gingen ihrer Arbeit nach. Manche wurden auch sehr reich oder verbesserten ihre Stellung in der Gemeinschaft.  Insgesamt dauerte die Gefangenschaft rund 70 Jahre, bis der Perserkönig Kyros II. den Israeliten die Rückkehr in ihre Heimat gestattete.

    Das neue Babylon entsteht

    Nebukadnezar II. regierte 43 Jahre und vergrößerte das Reich weiter. Eine seiner wichtigsten Leistungen war der prachtvolleAusbau seiner Hauptstadt Babylon und die Errichtung zahlreicher Tempelim ganzen Land. Die Stadtmauer war 18 Kilometer lang.

    Zu den berühmtesten Bauwerken zählen die Prozessionsstraße und das Ischtar-Tor, eines der acht Stadttore Babylons, sowie die 90 Meter hohe Zikkurat mit dem Tempel des Marduk. Möglich war dies durch die zahlreichen Tribute und Steuern, die man eintrieb.

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