Mach mit!
Kochen, spielen und staunen wie früher
Wie haben Menschen im Mittelalter gegessen? Was machten sie, wenn es abends dunkel wurde? Und wie konnte man zählen, wenn man keinen Taschenrechner hatte? Mit diesen Machmittipps kannst du Geschichte selbst ausprobieren. Du kochst einfache Gerichte nach, machst ein spannendes Experiment ohne Strom und entdeckst, wie Menschen früher mit den Fingern gerechnet haben.
Essen wie im Mittelalter und bei den Wikingern
In früheren Zeiten kamen oft einfache Zutaten auf den Tisch. Viele Menschen aßen das, was in ihrer Gegend wuchs oder was sich gut aufbewahren ließ. Im Norden, wo die Wikinger lebten, war das Klima rauer als im Süden. Deshalb waren kräftige Gerichte wichtig, die satt machten und wärmten. Ein Eintopf mit Fleisch und Kohl passte gut dazu. Kohl war ein robustes Gemüse und konnte auch bei kühlerem Wetter wachsen. So wurde aus einfachen Zutaten eine nahrhafte Mahlzeit.
Auch Arme Ritter zeigen, wie praktisch die Küche früher sein konnte. Aus Brot, Eiern und Milch entstand schnell ein warmes Essen. Besonders gut war daran: Altes Brot musste nicht weggeworfen werden. Mit Honig, Marmelade, Butter oder Zimt und Zucker schmeckte es sogar richtig lecker. Diese Zutaten gab es natürlich nicht überall, aber heute schmeckt es so ziemlich lecker. So lernst du beim Kochen nicht nur ein Rezept kennen, sondern auch etwas über den Alltag früherer Menschen.
Ein Abend ohne Strom
Beim Dunkelexperiment kannst du ausprobieren, wie anders ein Abend ohne elektrisches Licht ist. Im Mittelalter richtete sich der Tagesablauf viel stärker nach der Sonne. Wenn es hell wurde, begann der Tag. Wenn es dunkel wurde, wurde es ruhiger. Ohne Fernseher, Handy, Computer und elektrisches Licht bleibt mehr Zeit für Gespräche, Bücher, Brettspiele oder Musik. Kerzen machen zwar Licht, aber sie ersetzen keine helle Lampe. Darum merkt man schnell, wie müde der Körper wird, wenn der Abend wirklich dunkel ist. Wichtig ist dabei: Kerzen sollten immer nur mit Erwachsenen angezündet und nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Zählen mit den Fingergliedern
Auch Rechnen kannst du wie früher ausprobieren. Im Mittelalter zählte man nicht immer mit der Zahl zehn als Grundlage. Beim Zählen mit den Fingergliedern spielt die Zwölf eine wichtige Rolle. Mit dem Daumen zeigst du auf die drei Glieder der vier anderen Finger. So kommst du mit einer Hand bis zwölf, also bis zu einem Dutzend. Mit der zweiten Hand kannst du mitzählen, wie oft du schon bis zwölf gekommen bist. So erreichst du sogar die Zahl sechzig.


