Warum waren die Leute so arm und mussten hungern?

    Der König lebt im Luxus

    Der französische König lebte in Prunk und Luxus. Das kostete viel Geld. Er versuchte Geld zu beschaffen, indem er hohe Steuern erhob. So gab es zum Beispiel eine Steuer auf Salz. Wer Salz kaufte, musste viel mehr dafür bezahlen, als es das Salz eigentlich wert war.

    Auch Landesherr und Kirche halten die Hände auf

    Je nach dem Gebiet, wo man wohnte, verlangte auch der Landesherr Abgaben und Frondienste. So erhob er Gebühren, wenn die Bauern kamen, um ihr Korn mahlen zu lassen oder wenn sie Brot backen wollten. Die Kirche hielt auch ihre Hand auf. Die Abgabe an sie nennt man den "Zehnten", weil die Bauern der Kirche den zehnten Teil von allem geben mussten, was sie produzierten.

    1789 hatte sich die Lage immer weiter verschlechtert. Nun wollte der König sie Steuern noch einmal erhöhen. Die reichen Adligen aber waren von allen Steuern befreit. Diese Ungerechtigkeit brachte das Volk auf.

    Hoher Preisanstieg, geringer Lohnanstieg

    Hinzu kam, dass schon in den Jahrzehnten zuvor die Preise immer weiter angestiegen waren, die Löhne aber dabei nicht mithielten. So konnte man sich immer weniger für sein Geld kaufen. Missernten und Viehseuchen führten zudem dazu, dass es auch viel zu wenig an Brot gab.

    Siehe auch: Was war die Brotnot?