Zeitstrahl

    ... zur Republik

    von 1792 bis 1795

    Nach dem Sturm auf die Tuilerien war der König gefangen gesetzt und seines Amtes entbunden worden. Ein Nationalkonvent wurde gewählt.

    Diese, nunmehr schon dritte, Nationalversammlung, trat am 21. September 1792 erstmals zusammen und rief die Republik aus. Damit war Frankreich nun kein Königreich mehr. Doch innerhalb der Republik entwickelte sich eine Herrschaft des Schreckens.

    1793 entwickelte sich eine Herrschaft des Schreckens in Frankreich.

    Die Schreckensherrschaft

    Französische Revolution: Die Schreckensherrschaft

    Während der Französische Revolution wandelt sich Frankreich von einem Königreich, einer Monarchie, zu einer Republik. Dieser Schritt erfolgte am 21. September 1792. An diesem Tag wurde die Republik ausgerufen. Dem König wurde der Prozess gemacht und er wurde am 21. Januar 1793 öffentlich hingerichtet.

    Bei den Gegnern der Revolution löste die Hinrichtung Ludwigs Empörung aus. Im Ausland ging man erneut zum Angriff über, Großbritannien trat der gegnerischen Koalition bei. Auch von innen wurde die Republik bedroht, als sich im ganzen Land, vor allem aber in der Vendée im Westen Frankreichs, unzufriedene Bauern zusammen mit Adligen und Geistlichen zum Widerstand erhoben.

    Die Anhänger der Republik antworteten mit Terror, um ihre Herrschaft aufrecht zu erhalten. Sie verbreiteten Angst und Schrecken, indem sie mit großer Gewalt gegen ihre Gegner vorgingen. Diese Gegner der Revolution oder die man dafür hielt, wurden nun ebenfalls verhaftet und hingerichtet. Es war eine Herrschaft des Schreckens. Man spricht auch vom Großen Terror, der vor allem zwischen Juni 1793 und Juli 1794 herrschte.

    Am 10. März 1793 wurde das Revolutionstribunal gegründet. Der Nationalkonvent rief diesen Gerichtshof für Prozesse gegen politische Täter ins Leben. Gegner der Revolution sollten von ihm schnell verurteilt werden können. Das Tribunal wurde so zum Instrument der Terrorherrschaft. Seine Urteile durften nur auf Freispruch oder Tod lauten.

    Am 6. April 1793 wurde der Wohlfahrtsausschuss gebildet. Er war einer von mehreren Ausschüssen des Parlaments: Gruppen aus Mitgliedern des Nationalkonvents, die für ein bestimmtes Thema zuständig waren. Der Wohlfahrtsausschuss war eigentlich für die Kontrolle des Konvents zuständig, dann aber riss er mehr und mehr Macht an sich.

    Die Gruppe der Jakobiner übernahm zusammen mit den Sansculotten – Arbeiter und Kleinbürger – die Macht. Die gemäßigten Anhänger der Revolution, die Girondisten, schaltete man am 2. Juni 1793 aus. Der Nationalkonvent wurde umstellt. Die Mitglieder der Girondisten wurden von Sansculotten verhaftet und hingerichtet.

    Vor allem die Jakobiner Danton und Robespierre taten sich hervor in dieser Zeit. Sie meinten, dass sich die Revolution mit Terror gegen ihre Feinde behaupten müsste. Zum Symbol für die Schreckensherrschaft wurde die Guillotine, ein Fallbeil zum Köpfen. Zehntausende von Todesurteilen wurden mit ihr vollstreckt. Hinzu kamen rund 500.000 Verhaftungen.

    Danton und Robespierre wurden am Ende selber Opfer des Terrors. Am 26. Juli 1794 bedrohte Robespierre in einer Rede vor dem Nationalkonvent mehrere Abgeordnete mit dem Tod. Er verdächtigte diese des Verrats. Daraufhin schlossen sich diese jedoch gegen Robespierre zusammen und verhafteten ihn am folgenden Tag, dem 27. Juli. Mit der Hinrichtung Robespierres durch seine Gegner, die Thermidorianer, endete die Schreckensherrschaft.

    Französische Revolution entdecken