Geheimnisvoller Mithraskult

    Mithras war eigentlich ein persischer Gott. Die Römer nahmen mehrere Götter in ihre Religion auf, so auch Isis, eine ägyptische Gottheit.

    So entwickelte sich auch der Mithraskult. Er richtete sich ausschließlich an Männer. So gab es viele Soldaten, die den Mithraskult pflegten. Alle Mitglieder wurden zu Stillschweigen über die Regeln der Religion und ihre Ausübung verpflichtet, deshalb nennt man das auch eine Mysterienreligion. Darum weiß man nicht allzu viel über den Kult.

    Mithras wurde meist in unterirdischen Grotten, die wie künstliche Höhlen aussahen, verehrt, dem Mithräum. Meist waren das eher kleine Räume, zum Beispiel in einem Keller. Zu beiden Seiten konnte man sitzen, der Mittelgang führte auf ein Bild zu, das Mithras zeigte.

    Die Verehrung des Mithras in unterirdischen Räumen soll wohl an die Geburt des Mithras in einer Felsenhöhle erinnern.

    Mithras soll einen Stier getötet haben. Aus dessen Blut soll die Erde neu erschaffen worden sein. Diese Szene wird oft auf Abbildungen gezeigt. Außerdem gilt Mithras als der unbesiegbare Sonnengott.

    Der Mithraskult endete mit dem Aufblühen des Christentums im 4. Jahrhundert.