Wer waren die Vestalinnen?

    Ein Tempel für Vesta

    Vestalinnen waren die Priesterinnen der Vesta, der römischen Göttin des Feuers und somit auch von Heim und Herd. In ihrem Tempel brannte ein ewiges Licht. Eine wichtige Aufgabe ihrer Priesterinnen war es, dieses Feuer am Brennen zu halten. Außerdem mussten sie täglich Wasser aus der Quelle der Egeria holen, um damit den Tempel zu reinigen.

    Der Tempel der Vesta stand auf dem Forum Romanum. Jeweils sechs Priesterinnen wohnten im Haus der Vestalinnen in der Nähe des Tempels.

    Die Vestalinnen durften nicht heiraten. Schon mit 6 bis 10 Jahren wurden sie zur Vestalin berufen und diente dann mindestens 30 Jahre lang der Vesta: 10 Jahre als Schülerin, 10 Jahre als Dienerin und 10 Jahre als Lehrerin für die jungen Vestalinnen.

    Vestalinnen besaßen einige Privilegien. So durften sie im Circus und im Theater auf den Ehrenplätzen der Senatoren sitzen. Gefangene, die auf dem Weg zu ihrer Hinrichtung einer Vestalin begegneten, wurden freigesprochen.

    Vom 9. bis 15. Juni wurden die Vestalien gefeiert, ein Fest zu Ehren der Göttin.