Kant oder was ist der kategorische Imperativ?

    Immanuel Kant: ziemlich schlau und Philosoph!

    Vielleicht hast du den Namen "Immanuel Kant" schon einmal gehört? Jedenfalls lohnt es sich, den Namen zu merken, denn dieser Herr Kant war ein berühmter Philosoph mit ziemlich klugen Ideen.

    Immanuel Kant studierte gleich mehrere Fächer

    Immanuel Kant wurde am 22. April 1724 in Königsberg geboren. Seine Eltern waren ziemlich arm und er hatte noch acht Geschwister. Königsberg lag damals noch in Ostpreußen, heute ist es eine russische Stadt. Seine Mutter starb schon früh, Immanuel war hier erst 13 Jahre alt.

    Schon als 16-jähriger begann Immanuel Kant zu studieren und nicht nur ein Fach, sondern gleich mehrere: Philosophie, Naturwissenschaften und Mathematik, Theologie und lateinische Literatur. Nach seinem Studium arbeitete er erst einmal als Hauslehrer, weil er Geld verdienen musste. 1755 stellte er seine Doktorarbeit fertig und begann an der Universität Königsberg als Privatdozent zu unterrichten.

    Was ist die "Kritik der reinen Vernunft"?

    14 Jahre später wurde Kant Professor für Logik und Metaphysik ebenfalls an der Universität in Königsberg und schrieb dort  sein berühmtestes Buch "Die Kritik der reinen Vernunft". Mit diesem Werk, das allerdings erst einige Jahre später  im Jahr 1781 erschien, wurde er sehr berühmt und das weit über die deutschen Grenzen hinaus. In vielen seiner später veröffentlichen Aufsätze war der Begriff "Kritik" sehr wichtig.

    Was ist der kategorische Imperativ?

    Kant hat für den Menschen einen wichtigen Satz geprägt, der sagt, dass der Mensch niemandem etwas zufügen soll, was man ihm nicht auch selbst zufügen dürfte. Was heißt das nun? Wenn du nicht selbst geschlagen werden willst, dann darfst du auch keinen anderen schlagen. Wenn du nicht selbst angelogen werden willst, darfst du nicht lügen. Das nannte man den kategorischen Imperativ. Das ist ein bisschen so ähnlich wie der Satz "Was du nicht willst, was man dir tut - das füg auch keinem andren zu." Vielleicht hat Kant das etwas komplizierter ausgedrückt, aber im Prinzip läuft es auf das Gleiche heraus.

    "Was du nicht willst, dass man dir tut ..."

    Konkret bedeutet dies, dass der Mensch, für das, was er tut, immer auch die Verantwortung trägt. Und die Vernunft sollte den Menschen steuern und ihm den Weg des richtigen Handelns weisen. Vielleicht sagst du, dass das ja ziemlich selbstverständlich ist, das war es damals aber nicht. Vieles, was die Menschen taten, das taten sie nicht eigenverantwortlich, sondern weil es ihnen jemand gesagt hatte: der Pfarrer, die Kirche, der König, der Fürst oder sonst eine wichtige Autorität. Und die wollten eben oft, dass die Menschen dumm und ungebildet bleiben sollten. Warum? Damit sie sich nicht widersetzten. Ein gebildeter Mensch hinterfragt Dinge und nimmt sie nicht einfach so hin.