Zeitstrahl

    Hadrian

    von 117 bis 138

    Hadrian (geb 76, gest. 138) war nach Trajan der zweite Adoptivkaiser.

    Hadrian war Trajans nächster männlicher Verwandter, denn er war mit seiner Nichte verheiratet. Außerdem wurde er von Trajan adoptiert. Wie Trajan stammt Hadrian aus Spanien. Er interessierte sich sehr für Philosophie und Kunst, insbesondere die griechische Kultur hatte es ihm angetan.

    Hadrian war nach der römischen Ehrenlaufbahn Statthalter von Syrien geworden, wo er das größte Heer des Reiches unter sich hatte. Er war der erste Kaiser, der sich mit einem Bart abbilden ließ.

    Während Hadrians Regierung herrschte weitgehend Frieden. Im Osten hatte man sich wieder aus dem Partherreich zurückgezogen. In Judäa wurde ein Aufstand schließlich niedergeschlagen. Die Juden wurden vertrieben und die Provinz erhielt den neuen Namen Syria Palaestina. In Britannien ließ Hadrian einen Grenzwall zu Schottland bauen, den nach ihm benannten Hadrianswall. Auch an Rhein und Donau entstanden Befestigungsanlagen.

    Innerhalb Roms wurde die Bauweise verbessert. Unter Hadrian wurde das Pantheon nach einem Brand neu erbaut, und zwar als Tempel für alle Götter mit einer riesigen Kuppel. Man kann das Pantheon noch heute besichtigen. Noch zu Hadrians Lebzeiten wurde mit dem Bau seines riesigen Grabmals begonnen, in dem auch seine Nachfolger bestattet wurden. Später bauten die Päpste das Grabmal zu einer Fluchtburg um, weshalb es heute den Namen Engelsburg trägt.

    Hadrian adoptierte Antoninus Pius, nachdem sein erster Adoptivsohn Commodus schon vor ihm verstorben war. Er sorgte auch dafür, dass Antoninus schon jetzt den Sohn des Commodus Lucius Verus und Marc Aurel adoptierte. Diese beiden wurden dann nach Antoninus die nächsten Kaiser.

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