Zeitstrahl

    Tiberius

    von 14 bis 37

    Nach Augustus' Tod im Jahre 14 wurde sein Stief- und Adoptivsohn Tiberius sein Nachfolger. Damit festigt sich das Kaisertum.
     

    Rom bleibt in seinen Grenzen

    In seiner Regierungszeit, die immerhin 23 Jahre dauerte, verfolgte Tiberius kaum Bestrebungen, das Römische Reich weiter auszudehnen. Vielleicht wirkte noch die bittere Niederlage des Varus nach.
     

    Sparsam und großzügig zugleich

    Tiberius war sparsamer als Augustus. Nur wenige neue große Bauten entstanden. Andererseits war er großzügig, wenn Not herrschte. So spendete er viele Sesterzen nach einem Erdbeben oder einer Überschwemmung des Tiber.
     

    Beleidigung des Kaisers

    Während Tiberius' Regierungszeit gab es viele Majestätsprozesse. Wegen Majestätsbeleidigung konnte man nämlich schnell zum Tode verurteilt werden! Schon das Mitführen einer kaiserlichen Münze auf die Toilette galt als Beleidigung und konnte zur Anklage führen!
     

    Seianus

    Seianus, der die Prärorianergarde (die Leibwache des Kaisers) befehligte, gewann an Einfluss und wollte gerne Nachfolger des Tiberius werden. So versuchte er, die Witwe von Tiberius' Sohn Drusus zu heiraten, um Mitglied der kaiserlichen Familie zu werden. Das lehnte Tiberius jedoch ab.

    Dann überredete Seianus Tiberius nach Capri zu ziehen, wo er viel mehr Ruhe hätte. Das tat Tiberius auch. Nun hatte Seianus freie Bahn und verkündete offen seinen Anspruch auf den Thron, indem er zum Beispiel Statuen von sich aufstellen ließ. Als er dann offenbar die Ermordung von Germanicus' Sohn Gaius - dem späteren Kaiser Caligula -  plante, ließ Tiberius Seianus verhaften und hinrichten.
     

    Tod

    Nach Tiberius' Tod im Jahre 37 wurde sein Neffe Gaius (der Sohn von Tiberius' Bruder Germanicus) sein Nachfolger. Bekannt ist er heute als Caligula.

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