Zeitstrahl

    Ost- und Westrom

    von 395 bis 476

    Ost und West

    Nach dem Tod von Theodosius I. folgten ihm seine Söhne Arcadius (im Osten) und Honorius (im Westen) auf den Thron und gründeten die theodosianische Dynastie. Nach außen hin gab es weiterhin ein Reich. Dennoch spricht man ab 395 (aus heutiger Sicht) von Westrom und Ostrom.

    Große Nachwirkungen zog der Einbruch der Hunnen aus dem Osten in Mitteleuropa nach sich. Denn dadurch wurde eine Fluchtbewegung der germanischen Völker ausgelöst, die wiederum mit den Römern in Konflikt gerieten. Man nennt diese Zeit auch Völkerwanderung. Sie bildet eine Brücke zwischen der Spätantike und dem Mittelalter.

    Bis 455 regierten die Theodosianer. Im Osten folgte Arcadius' Sohn Theodosius II. im Jahre 408 als 7-jähriger auf den Thron. Er regierte dennoch bis 450, als er an den Folgen eines Reitunfalls starb. Bis 457 regierte nun sein Schwager Markian.

    Im Westen regierte Honorius bis 423. In diesen Jahren war der Zerfall des weströmischen Reiches, der sich bereits lange angedeutet hatte, unübersehbar geworden. Es gab Erhebungen gegen die Römer in Gallien und Britannien, am Rhein drangen Germanen ins Reich ein. Im Jahre 410 plünderten die Westgoten unter ihrem Anführer Alarich Rom. Die Römer empfanden die Eroberung Roms als das Ende der Welt.

    423 trat Honorius' Neffe Valentinian III. die Nachfolge an. Vor allem die Vandalen machten den Römern jetzt zu schaffen. 439 eroberten sie Karthago. Auch gegen die Hunnen wurde gekämpft.

    Mit Valentinians Tod endete die Zeit der Theodosianer. Unter den nun wechselnden Kaisern verlor das Römische Reich weiter an Macht bis zum Ende 476.

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