Was bedeutet Restauration?

    Der Begriff "Restauration" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "wiederherstellen". Man kann auch sagen: "Alles soll wieder so werden, wie es einmal war." Oftmals kam es in der Geschichte zu diesen Rückschritten, wenn eine gescheiterte Rovolution voraus ging.

    Nur bitte keinen Fortschritt!

    Nicht alles, was viele Jahre Bestand hat, ist unbedingt gleich schlecht, aber wenn man immer nur an den bestehenden Verhältnissen festhält, wird es eben auch keinen Fortschritt geben und sich nichts verändern. Das bedeutet dann Stillstand auf ganzer Ebene.

    Herrschaft der Fürsten und nicht des Volkes

    Auf die Zeit nach dem Wiener Kongress übertragen, heißt Restauration also, dass die alten Zustände wieder hergestellt werden sollten. Die Fürsten sollten herrschen und nicht das Volk, so wie es auch schon die Französische Revolution gefordert hatte. Denn diese wollte die bestehenden Verhältnisse komplett umdrehen. Die Angst der Herrscher, dass in den deutschen Staaten auch eine Revolution ausbrechen könnte, war groß. Durch eine solche revolutionäre Bewegung hätten die Monarchen ihre Macht verloren. Und dies galt es, unter allen Umständen zu verhindern. Und das gemeine Volk hätte sicher so manche Entscheidung anders getroffen als die jeweiligen Herrscher. Die Angst vor Revolutionen war zu dieser Zeit groß. Alles Revolutionäre wollte man im Keim schon einmal ersticken.

    Fürst Metternich und die Restauration

    Im engen Zusammenhang mit dem Begriff der Restauration stand der österreichische Fürst von Metternich, der in dieser Zeit großen Einfluss auf die politischen Ereignisse in Europa und auch im Deutschen Bund ausübte. Er war wohl zu seiner Zeit auch einer der unbeliebtesten Männer in ganz Europa.

    Will man die Restauration zeitlich einordnen, so liegt das Zeitalter der Restauration zwischen dem Wiener Kongress 1815 und der Julirevolution in Frankreich 1830. Die Zeit nach der Julirevolution bezeichnet man dann als Vormärz.