Wer erfand die Kleidung?

    Als es in Europa mit der Eiszeit kalt wurde, erfand der Neandertaler die Kleidung. Sein Fell hatte der Mensch schon lange verloren und war nun bei Kälte nicht mehr geschützt. Also holte man sich das Fell von Beutetieren! Mit seinen Faustkeilen schabte der Neandertaler das Gewebe und das Fett von den Fellen. Zuschneiden konnte man die Felle mit den scharfen Feuersteinen, Löcher bohrte man mit Ahlen und mit Tiersehnen wurden die Teile miteinander vernäht.

    Welche Kleidung in der Jungsteinzeit getragen wurde, wissen wir vor allem von Ötzi: Beinkleider, Mütze und Jacke aus Fell, Schuhe für den Winter.

    In der späten Jungsteinzeit wurde dann der Webstuhl erfunden. Dabei werden Fäden kreuzweise miteinander verbunden. Die senkrechten Kettfäden werden dabei von Gewichten nach unten gezogen, deshalb heißen solche Webstühle Gewichtswebstühle. Nun konnte man schon aufwändige Gewänder herstellen! Man benutzte anfangs Garn aus Leinen. Das ist eine Pflanze, aus deren Stängeln man Fäden machen kann. Erst später wurde Wolle von Schafen versponnen.

    Aber es gab natürlich noch keine Reißverschlüsse! Und noch nicht einmal Knöpfe! Darum benutzte man in der BronzezeitNadeln zum Befestigen und Feststecken. Diese wurden oft kunstvoll gegossen. In der Eisenzeit kamen vermehrt Fibeln auf. Eine Fibel ist eine Art Sicherheitsnadel. Bis zum Mittelalter dienten sie als Verschlüsse an Kleidung.