Warum wurden die Indianer aus ihrem Land vertrieben?

    Die Indianer waren zuerst da

    Die Indianer sind die Ureinwohner Amerikas. Irgendwann wanderten sie einmal aus dem asiatischen Raum über die Behringstraße nach Alaska ein. Man vermutet, dass dies über einen Landweg geschehen ist. n dem Land, das Kolumbus fälschlicherweise für Indien hielt, siedelten sie schon viele tausend Jahre. Ihre Bezeichnung beruhte darum ebenfalls auf einem Irrtum, denn Kolumbus, in dem Glauben, in Indien gelandet zu sein, nannte die Einwohner, auf die er und seine Begleiter trafen, Indianer.

    Am Anfang gab es noch wenig Platzprobleme

    Zu Beginn der Besiedlung Amerikas kannten die Siedler die Größe dieses Kontinents noch gar nicht. Die Indianer begegneten den Neuankömmlingen meist sehr freundlich. Und zu Beginn gab es auch noch keine Platzprobleme, so dass eigentlich jeder - die Ureinwohner Amerikas und die Einwanderer - noch seinen Platz fand. Das sollte sich Ende des 18. Jahrhunderts ändern und immer schlimmer werden.

    Immer mehr Siedler kamen

    Die Einwanderer vertrieben die Indianer von ihrem Land und nahmen es einfach in Besitz. Die Indianer, die selbst gar keinen Besitz kannten, verstanden das überhaupt nicht. Doch damit nicht genug. Die Einwanderer schleppten Krankheiten ein, die die Indianer nicht kannten bzw. gegen die sie oft gar keine Abwehrmöglichkeiten hatten. Viele gingen daran zugrunde. Die Weißen zerstörten die Lebensgrundlage der Indianer, die Weiden mit den Bisons [klicke auf den Link und du siehst einen laufenden Bison aus dem 1887] und wunderten sich dann, dass die Indianer sich dies auf Dauer nicht gefallen ließen. Doch da fingen die Probleme erst an.

    Die Indianer wurden vertrieben

    Während schon 1776 die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung den "neuen" Amerikanern ihre Freiheit bestätigte, wurde einige Jahrzehnte später im Jahre 1830 beschlossen, die Indianer zu vertreiben. Für viele Siedler waren Indianer Menschen zweiter Klasse. Man wollte sie möglichst schnell loswerden, um Platz für die vielen Siedler zu schaffen, die mittlerweile ins Land strömten. So legte dieses neue Gesetz fest, dass die Indianer aus den Bundesstaaten östlich des Mississippi River "umgesiedelt" werden sollten. Dies bedeutete konkret, dass man den Indianern das Land wegnahm und sie Richtung Westen schickte, teilweise in äußerst karge und wenig attraktive Gebiete.

    Die Goldsucher suchten das Land heim

    Noch schlimmer wurde es für die Indianer, als die Goldsucher das Land heimsuchten. Diese zogen in Massen in ihren Planwagen durch die Prärie und zerstörten die Weideflächen der dort lebenden Indianer. Als die Indianer eine Wiedergutmachung forderten, wurde diese zwar gewährt, reichte aber lange nicht aus, um ihnen ihr Überleben zu sichern. Die Folge davon war, dass die Indianer die Siedler ausraubten. Einerseits rächten sie sich dadurch für das erlittene Unrecht, andererseits konnten sie damit Lebensmittelvorräte fürs eigene Überleben gewinnen.

    Die Bisons starben zu Millionen

    Doch es kam noch schlimmer. Ab 1860 wurde die Eisenbahn als Ost-West-Verbindung ausgebaut. Es kamen weitere Siedler, die die Bisons töteten, die wichtigste Nahrungsgrundlage der Indianer. Auch dagegen wehrten sich die Indianer. 1883 waren die Büffel fast ganz ausgerottet. Soldaten kamen zum Einsatz und Forts wurden gebaut. Die weißen Siedler verfügten über bessere Waffen und über Lebensmittel und waren in der Überzahl. Längerfristig hatten die Indianer wenig Chancen. Vor allem das Militär, das zu Beginn zum Schutz der Indianer eingesetzt werden sollte, kämpfte immer wieder gegen die "Rothäute", wie die Indianer dann abfällig genannt wurden. So kam es immer wieder zu Kämpfen, bei denen die Indianer am Ende den Kürzeren zogen.