Zeitstrahl

    Elisabeth - Kaiserin von Russland

    von 1741 bis 1762

    Von 1741 bis 1762 war Elisabeth Petrowna, eine Tochter Peters des Großen, Zarin von Russland. Ihre Mutter war ein armes Bauernmädchen, das der Zar geheiratet hatte. Bis sie an die Regierung kam, gab es einige Machtwechsel in Russland. Elisabeth setzte sich durch einen Umsturz der Regierung an die Spitze Russlands und wurde im Mai 1742 zur Zarin gekrönt.

    Elisabeth förderte die Wissenschaft

    Man schildert Elisabeth als ungebildet, dennoch gründete sie 1755 in Moskau die erste Universität und in der Lieblingsstadt ihres Vaters, in St. Petersburg, die Akademie der Künste. Zu ihrer Regierungszeit gab es viele Intrigen und Heimlichtuereien am russischen Hof. Sie liebte die Pracht und den Pomp und schien sich auch gerne gut gekleidet zu haben. 15.000 Kleider fand man angeblich nach ihrem Tode.

    Ihr Gegner: Friedrich der Große

    Während Elisabeths Vater Peter der Große Russland in Richtung Westen öffnete, grenzte sie sich wieder stärker vom westlichen Einfluss ab. Vor allem den Ausländern im Land, die ihr Vater so gefördert hatte, stand sie feindlich gegenüber. Ihr Hauptgegner war der preußische König Friedrich II., auch der Große genannt. Darum unterstützte Elisabeth die wichtigste Gegnerin von Friedrich II., Maria Theresia von Österreich.

    Drei Frauen machen Friedrich II. das Leben schwer

    Man erzählt sich übrigens, dass drei Frauen dem Preußenkönig das Leben schwer gemacht hätten: Elisabeth von Russland, Maria Theresia von Österreich und Madame Pompadour, die Geliebte des französischen Königs Ludwigs XVI.

    Elisabeth verhielt sich wie eine absolutistische Herrscherin und so sahen sie auch die Russen. Sie heiratete nicht, hatte aber einige Liebhaber und war wiederholt schwanger. Großen Einfluss auf Elisabeth hatte ein Mann namens Alexej Rasumowsky, ein einfacher Bauernsohn, den sie wohl auch heimlich geheiratet hat.

    Sie hat die Folter nicht abgeschafft, aber während ihrer Regierungszeit wurde sehr viel weniger gefoltert und viele zum Tode Verurteilte landeten in der Verbannung. So manches grausame Urteil wurde gemildert. Ihr Tod war am Ende die Rettung für Friedrich den Großen, denn ihr Nachfolger freundete sich mit dem Preußenkönig an.

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