Zeitstrahl

    Katharina die Große

    von 1762 bis 1796

    Katharina II.

    Katharina II., auch genannt Katharina die Große, war die einzige Herrscherin, der jemals der Beiname "die Große" verliehen wurde. Sie stand in Russland für den aufklärten Absolutismus. 

    Katharina muss den russischen Thronfolger heiraten

    Katharina war eine geborene Sophie von Anhalt-Zerbst und wurde im Alter von 15 Jahren gezwungen, den Nachfolger von Zarin Elisabeth, den russischen Thronfolger Großfürst Peter III., zu heiraten. Die beiden waren völlig unterschiedliche Persönlichkeiten. Während Katharina eine gewisse Bildung genossen hatte, als klug und schön beschrieben wurde, so war Peter hässlich und wahrscheinlich auch geistig nicht ganz gesund. Er stand auf der Stufe eines kleines Kindes, spielte gerne und man sagte ihm auch einen Hang zu Uniformen nach. Aber Peter III. war nun einmal der Thronfolger und wurde 1761 nach dem Tode der Zarin selbst Zar. Er verhielt sich während seiner kurzen Regierungszeit von einem halben Jahr wohl nicht besonders geschickt und verärgerte insbesondere die Armee. Die russischen Militärs wollten deshalb dessen Ehefrau Sophie auf den russischen Thron setzen.

    Sophie wird zur Kaiserin Katharina

    So wurde Sophie von Anhalt-Zerbst als Kaiserin Katharina am 9. Juli 1762 zur Herrscherin über Russland ausgerufen und kurz darauf auch zur Kaiserin gekrönt. Die Umstände von Peters Tod blieben geheim, wahrscheinlich steckte seine Frau Katharina dahinter. Aber es gibt auch andere Deutungen der Historiker.

    Die deutsche Sophie, jetzt Katharina, sprach mittlerweile auch sehr gut Russisch. Sie hatte das Land, das sie regieren sollte, inzwischen kennen gelernt und war überhaupt recht geschickt und klug in ihren politischen Entscheidungen. Gleichzeitig handelte sie berechnend und skrupellos.

    Katharina modernisiert Russland

    Sie modernisierte Russland und begeisterte sich für die Ideen Voltaires, mit dem sie sogar im Briefwechsel stand. Doch ihr aufgeklärter Absolutismus ging nicht so weit, dass sie die unterdrückten russischen Bauern befreit hätte. Obwohl sie wohl in diese Richtung dachte, war die Macht des Adels noch zu stark.

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