Zeitstrahl

    Die Revolution scheitert endgültig

    1849

    Nachdem die kleindeutsche Lösung - die Lösung eines deutschen Staates ohne Österreich - gescheitert war und der preußische König die Kaiserkrone abgelehnt hatte, gab es im Mai 1849 noch einmal Aufstände. So schnell wollten sich die Revolutionäre doch nicht mit dem Scheitern ihrer Revolution abfinden. Schließlich hatten sie doch unter Einsatz ihres Lebens für mehr Freiheiten gekämpft und sich so sehr eine deutsche Nation gewünscht.

    Die Revolution flammte noch einmal auf

    So tobte in einigen Staaten des Bundes eine Art Bürgerkrieg. Besonders heftig ging es in Baden und Sachsen zu. Die Frankfurter Nationalversammlung zog in Teilen - die preußischen und österreichischen Abgeordneten fehlten - nach Stuttgart um. Die Ideen von Freiheit und Gleichheit waren in Baden, auch bedingt durch die Nähe zum revolutionären Frankreich, am größten. Kurzzeitig wurde sogar eine Badische Republik ausgerufen. Doch dieses Parlament wurde am 18. Juni 1849 wieder aufgelöst. Es kam noch einmal zu einem kurzen Aufbäumen in Baden. Der badische Großherzog forderte preußische Truppen an und  die letzten Kämpfe endeten am 23. Juni 1849 in Rastatt mit einer Niederlage der badischen Revolutionäre.

    Dies bedeutete gleichzeitig das Ende der deutschen Revolution 1848/1849 und damit das Ende der Hoffnungen der liberalen und nationalen Kräfte.

    Die "Gegenrevolution" begann

    Nach dem Scheitern begann eine so genannte Konterrevolution. Dies bedeutete, dass sich die Kräfte wieder durchsetzten, die vor der Revolution schon die Macht besaßen und versuchten, die Errungenschaften der Revolution wieder rückgängig zu machen. Man nannte dies auch wieder Restauration. Allerdings wurde die Situation nicht ganz so schlimm wie zur Zeit der Ära Metternich.

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