Zeitstrahl

    Deutscher Krieg

    1866

    Bismarck erkannte seine Chance, die Auseinandersetzung in der Frage um Schleswig-Holstein zu seinem Zwecke zu nutzen. Die deutsche Frage sollte im Bismarckschen Sinne entschieden werden und dazu benötigte er einen Krieg gegen Österreich. So bemühte er sich zunächst darum, Frankreich neutral zu stellen. Er erweckte bei Napoleon III. Hoffnungen auf Landgewinne, wenn dieser sich aus dem Konflikt heraushalten würde. Mit Italien schloss Bismarck ein Bündnis und stellte dem Königreich den Gewinn von Venetien in Aussicht, falls es ihn gegen Österreich (Venetien gehörte noch zu Österreich) unterstützte.

    Österreich stand der kleindeutschen Lösung im Weg

    Bismarck beantragte eine Reform des Bundestages, bei der Österreich aus dem Bund ausgeschlossen werden sollte. Österreich wünschte nun, dass die Entscheidung über die beiden Herzogtümer im Deutschen Bund gefällt werden sollte. Das wieder fanden die Preußen nicht gut und marschierten in Holstein - das ja unter der Verwaltung Österreichs stand - ein. Der Deutsche Bund unterstützte nun Österreich, überhaupt unterstützten die meisten deutschen Staaten in dieser Auseinandersetzung Österreich. Nur einige mittel- und norddeutsche Staaten standen auf Seite Preußens.

    Sieg Preußens über Österreich bei Königgrätz

    Der Krieg währte nur wenige Wochen und endete am 3. Juli 1866 in der Schlacht bei Königgrätz mit einem Sieg Preußens.

    Es folgten der Vorfriede von Nikolsburg und schließlich der Frieden von Prag. Hier schied Österreich endgültig aus den Plänen zu einem künftigen Deutschland aus und der Weg wurde frei für eine (kommende) Einigung Deutschlands, allerdings unter preußischer Führung.

    Allerdings war Bismarck zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass diese Einigung nur durch einen Krieg mit Frankreich erfolgen konnte. 

    Österreich tat sich in der Folge, 1867, mit Ungarn zusammen. So entstand die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn.

    Nationalstaaten entdecken