Zeitstrahl

    Deutsch-Französischer Krieg

    von 1870 bis 1871

    Mit der Kriegserklärung Frankreichs an Preußen begann der Deutsch-Französische Krieg, an dessen Ende die deutsche Reichsgründung stehen sollte. Der Auslöser war die "Emser Depesche".

    Schlacht von Sedan entschied den Krieg

    Insgesamt kämpften in diesem Krieg mehr als eine Million Soldaten gegeneinander. Schon im August 1870 gab es mehrere Schlachten, bei denen die preußischen Truppen im Vorteil waren. Die kriegsentscheidende Schlacht war allerdings die Schlacht von Sedan im September 1870. Bevor die Stadt Sedan beschossen wurde, gaben die Franzosen auf. Diese stürzten in Folge ihren Kaiser Napoleon III., der in Gefangenschaft geraten war, und beendeten damit das zweite französische Kaiserreich. Frankreich wurde zur Republik.

    Einigung mit den süddeutschen Staaten

    Während der Krieg noch in einigen Teilen andauerte, einigte sich Otto von Bismarck mit den süddeutschen Staaten auf die deutsche Reichsgründung. Die föderalen Strukturen der Staaten sollten hierbei erhalten bleiben. So kam es dazu, dass am 18. Januar 1871 der preußische König Wilhelm I. zum ersten Kaiser des Deutschen Reiches ausgerufen wurde. Diese Ausrufung erfolgte im Spiegelsaal von Versailles unter der Anwesenheit zahlreicher Fürsten und Militärs. Alle mussten dem Kaiser huldigen.

    Erst der Friede von Frankfurt am 5. Mai 1871 beendete den Krieg endgültig.
    In Europa war mit dem Deutschen Reich eine Großmacht entstanden. Dies war eine Entwicklung, die viele andere europäischen Staaten äußerst beunruhigte.

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