Zeitstrahl

    Der Krimkrieg

    von 1853 bis 1856

    Russland versuchte auf Kosten des Osmanischen Reiches sein Herrschaftsgebiet zu vergrößern, scheiterte aber an der Übermacht des Osmanischen Reiches und seiner Verbündeten, zu denen auch Frankreich und Großbritannien zählten. 

    Russland und die Ausdehnung der Macht

    Schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts drohte dem riesigen Osmanischen Reich der Zerfall. Dies schien dem russischen Zaren Nikolaus I. eine günstige Gelegenheit zu sein, seinen Machtbereich Richtung Osten auf Kosten des Osmanischen Reiches zu erweitern. Sein Ziel war einen freier Zugang zum Mittelmeer. 1853 marschierten russische Soldaten in die Donaufürstentümer Moldau und Walachei ein.

    Der erste moderne Stellungskrieg begann

    Das Osmanische Reich wurde im Kampf gegen Russland von England und Frankreich unterstützt. Beide Mächte landeten mit ihren Soldaten auf der Halbinsel Krim. Hier entwickelte sich der erste Stellungskrieg der Moderne, der sehr viele Verletzte und Tote forderte. Die Schlacht um die Festung Sewastopol ging in die Geschichte ein. Während dieses verlustreichen Krieges trat auch eine wichtige Frau auf, die Krankenschwester Florence Nightingale, die sich um die Versorgung der Verletzten kümmerte. 

    Österreich und Sardinien unterstützten ebenfalls das Osmanische Reich, während Preußen neutral blieb.

    Konflikt Österreich - Russland mit weit reichenden Folgen

    1856 musste Russland aufgeben. So kam es zu einem Frieden, der in Paris geschlossen wurde. Eine Folge des Krimkriegs war der Gegensatz zwischen Russland und Österreich, die beide ihren Machtbereich auf dem Balkan erweitern wollten. Dies war ein Konflikt, der Anfang des 20. Jahrhunderts in einen Krieg münden sollte, aber hier schon seinen Ursprung fand: den Ersten Weltkrieg.

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