Zeitstrahl

    Heinrich I.

    von 919 bis 936

    Wer war Heinrich I.?

    Heinrich war ein Liudolfinger. Dieses Adelsgeschlecht stammte aus Sachsen und wurde von Graf Liudolf gegründet. Heinrich war 876 in Memleben geboren worden. 909 heiratete er Mathilde, die damals erst 14 Jahre alt war. Seit 912 war Heinrich Herzog von Sachsen.

    Nach Konrads Tod wurde Heinrich 919 zum neuen König der Ostfranken gewählt. Der Sage nach erhielt er die Nachricht seiner Wahl beim Vogelfang. Weil er so gerne auf Vogelfang ging, wird er auch Heinrich der Vogeler genannt.

    Unter Heinrich schloss sich Lothringen 925 wieder den Ostfranken an. Somit gab es im Ostfrankenreich nun fünf Stammesherzogtümer: Sachsen, Franken, Bayern, Schwaben und Lothringen.

    Auch wenn es in den einzelnen Herzogtümern große Unterschiede gab, zum Beispiel in der Sprache oder dem Recht, so gab Heinrich dem Reich doch eine gewisse Einheit. Der Sieg über die Ungarn 933 trug dazu ebenfalls bei, auch wenn die endgültige Entscheidung erst unter Otto I. fiel.

    Heinrich verstand es nicht nur, die Einheit des Reiches zu festigen, sondern auch eine neue Dynastie aufzubauen. So gelang es ihm, dass sein Sohn Otto als sein Nachfolger akzeptiert wurde. Die vorher übliche Reichsteilung unter den Nachkommen wurde damit beendet. Nachdem Heinrich auf der Jagd im Harz einen Schlaganfall erlitten hatte, starb er 936 auf seiner Pfalz in Memleben.

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